Moorbegehung 22. April 2011
Zum
Auftakt der Angelsaison pilgerten die "Früh auf" Mitglieder
mit vielen Gästen durchs Moor
Zur guten Tradition gehört seit vielen Jahren die Moorbegehung des
Sportangelvereins „Früh auf“ Heide durch das Landschaftsschutzgebiet
Ostroher/Süderholmer Moor. Schon früh am Morgen begrüßte „Früh auf“
Vorsitzender Friedemann Bach die rund 60 Teilnehmer, darunter Heides
stellvertretender Bürgermeister Olof Paulsen, Ostrohes Bürgermeister Martin
Nienhüser, den Vorsitzenden des Kreissportfischerverbandes Horst Eichert sowie
eine Abordnung der Jägerschaft. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die
Angler und naturinteressierten Gäste, zum Teil ausgestattet mit Bollerwagen und
Kinderwagen, auf der vierstündigen Wanderschaft wieder einen interessanten
Einblick in das vom Sportangelverein betreute 283 Hektar große
Landschaftsschutzgebiet Ostroher/Süderholmer Moor verschaffen.

Friedemann
Bach (Bild oben, mitte) erklärte, dass sich rd. 85 ha von der Gesamtfläche des
Landschaftsschutzgebietes im Vereinseigentum befinden und weitere 85 ha
zugepachtet sind. Bei den im Ostroher und Süderholmer Moor befindlichen Teichen
– insgesamt ca. 100 ha offene Wasserfläche – handelt es sich um Torfkuhlen,
die
durch Grundwasseranschnitt bei Abgrabungen zur Torfgewinnung entstanden sind. In
Eigenbeschränkung sind große Teile als Ruhezonen für das Wild ausgewiesen. In
einem der Teiche des Ostroher Moores sind unter anderem künstliche Nisthilfen
als Brutplätze für die in Schleswig-Holstein selten gewordene
Trauerseeschwalbe angelegt worden. Ca. 12 Brutpaare sind ständig im Moor am brüten.
Bach
betonte, dass der Sportangelverein für eine gesunde Flauna und Flora einstehe
und dass der Verein nicht nur Nutzer, sondern zugleich auch Naturschützer,
Heger und Pfleger des Landschaftsschutzgebietes sei. Seit über sieben
Jahrzehnten leistet der Verein intensiven Natur- und Umweltschutz.
Insgesamt leistet „Früh auf“ weit über 2500 Arbeitsstunden, um die
einzigartige Landschaft mitsamt den Stillgewässern und Böschungen von Unrat zu
befreien, Wildwuchs zu durchforsten sowie Ufersicherungsmaßnahmen zu treffen.
Dadurch werden die öffentlichen Kassen nicht belastet. Durch die
jahrzehntelangen Bemühungen des Angelvereins ist das Ostroher/Süderholmer Moor
von einer Müllkippe zu einem Naherholungsgebiet und Lebensraum für seltene
Tiere und Pflanzen geworden.
Fotos von der
Moorbegehung
hier anklicken!