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„Früh auf“ Heide zieht positive Bilanz
Vorsitzender
Friedemann Bach wiedergewählt.
Das
Ruder des Sportangelvereins „Früh auf“ Heide bleibt in den bewährten
Händen von Friedemann Bach. Ohne Gegenstimme votierten die Mitglieder für
den 63-Jährigen, der diesen Posten seit 15 Jahren bekleidet, und
honorierten sein umsichtiges und erfolgreiches Engagement für den
Angelverein.
Auch
die übrigen turnusmäßigen Besetzungen der Vorstandsposten waren
ausnahmslos Wiederwahl und dokumentieren die Zufriedenheit der Mitglieder
mit ihrer Vereinsführung:
So wurden die stellvertretenden Gewässerwarte Thomas Poremba, Manfred
Poremba, Thomas Detlefs und Pressewart Sven Borchers einstimmig für zwei
Jahre wiedergewählt. Der von der Jugendgruppe gewählte stellvertretende
Jugendgruppenleiter Björn Jacobsen wurde von der Hauptversammlung in
seinem Amt bestätigt. Zum ersten Kassenprüfer rückt Dieter Rothbarth
auf, zum zweiten Kassenprüfer Günter Ebert. Zum Ersatzkassenprüfer
wurde Peter Dannenberg gewählt.
Dagegen
zogen sich während der Hauptversammlung Sportwart Heiko Lubitz und Olaf Rüth
- als Schriftwart - aus dem Vorstand zurück. Die Entscheidung fiel nicht
überraschend. Lubitz und Rüth hatten sich bereits im Vorfeld der
Versammlung über ihre Nachfolger verständigt.

Jeweils einstimmig wählten
die Mitglieder Wolfgang Köhne (re.) zum neuen Sportwart und Heiner Wolfgarten
(li.) zum neuen Schriftwart. Olaf Rüth bleibt dem Vorstand als Beisitzer
erhalten.
Sehr
gut besucht war die Versammlung der Sportangler, sehr zur Freude vom
Vorsitzenden Bach. 80 Petrijünger sowie Heides Bürgermeister Ulf Stecher
und Horst Eichert, Vorsitzender des Kreissportfischerverbandes
Dithmarschen, fanden sich im „Früh auf“ Vereinslokal
„Galerie-Wikinger Stuben“ in Heide ein.

Bürgermeister
Stecher (Bild oben, re.) sprach seinen Dank an die Heider Sportangler für deren Einsatz
zum Erhalt des vom Angelverein betreuten, über 170 Hektar großen,
Landschaftsschutzgebietes Ostroher/Süderholmer Moor mit seinen Gewässern
aus.
Schriftwart
Olaf Rüth gab in seinem Geschäftsbericht bekannt, dass der
Mitgliederbestand um 10 Mitglieder auf insgesamt 352 Mitglieder leicht
gesunken ist. „Dieses resultiert in erster Linie aus Ausschlüssen wegen
Beitragsrückstand und Sterbefällen. Erfreulich ist jedoch der hohe
Mitgliederbestand der Jugendgruppe, der auf nunmehr 67 Jugendliche
gestiegen ist,“ so Rüth. Der Verein zählt damit nun 232 aktive
Mitglieder, 49 Fördermitglieder, 4 Ehrenmitglieder und die 67-köpfige
Jugendgruppe. Nicht nur Bach freut sich über die erfolgreiche
Jugendarbeit. Auch Horst Eichert lobt die erfolgreiche Jugendarbeit des
Angelvereins. „Der Heider Angelverein ist ein hervorragend geführter
Verein, der seit Jahrzehnten nicht nur als sehr aktiver Angelverein gilt,
sondern auch einen, über die kreisgrenzenden hinaus, vorbildlichen Natur-
und Umweltschutz betreibt,“ betont Eichert.
Im
grünen Bereich liegen laut Schatzmeisterin Christel Suhr die Finanzen des
Vereins. Kassenprüfer Christian Witt konnte das bei seinem Prüfbericht
bestätigen. Die Entlastung Suhrs war damit Formsache.
Der Natur- und Umweltbeauftragte des Vereins, Carsten Münch, berichtet,
dass durch die Überpopulation des Kormorans auch dem Heide Angelverein
erheblicher Schaden zugefügt wird, indem der vom Verein eingebrachte
Fischbesatz, der eine ausgewogene Fischpopulation in den Vereinsgewässern
dienen soll, weggefressen wird. „ Unsere Gewässer können den Einfall
von ca. 30 Kormoranen und ca. 40-50 Gänsesägern den ganzen Winter
hindurch schwer verkraften,“ erklärt Münch.
Auch ist Münch weiter besorgt über die große
Anzahl der Krähen im Moor, die den Brutbestand der Trauerseeschwalben
reduzieren. „Im vergangenen Sommer mussten wir leider wieder beobachten,
dass von 17 geschlüpften Jungvögeln, 13 den Krähen zum Opfer fielen.
Wir müssen uns ernsthaft überlegen, wie wir sinnvoll zu einer
Reduzierung der Rabenkrähenpopulation kommen, um die Trauerseeschwalben
vor ihnen zu schützen und unsere kleine Kolonie zu erhalten,“ so Münch
weiter.
Zufrieden
mit den Einsätzen der Arbeitsdienstler und den Fangergebnissen zeigten
sich die Gewässerwarte. „Wir haben viel geschafft. Umfangreiche
Ufersicherungsmaßnahmen wurden sowohl im Süderholmer als auch im
Ostroher Moor durchgeführt. An die 2.000 Arbeitsstunden wurden durch die
Mitglieder geleistet,“ so die Gewässerwarte. Durch die abgegebenen
Fangmeldungen wurde ein Fanggewicht von knapp 700 Kilo Fisch ermittelt.
“Unter Hege der Gewässer versteht man aber auch die Erhaltung,
Vermehrung oder Verbesserung des Fischbestandes im Gewässer. Der
Fischbesatz gehört demnach ebenso zu den Hegemaßnahmen, wie
Strukturverbesserungen im Gewässer, um einen geeigneten Lebensraum zu
schaffen,“ so Gewässerwart Poremba. Im
vergangenen Herbst wurde Fischbesatz für mehr als 5000 EURO vorgenommen.
Die Vereinsgewässer wurden mit Karpfen, Schleien, Hecht, Aale, Zander und
Barsche besetzt.
Treue
Mitglieder stärken dem Angelverein den Rücken.

Auf stolze 50 Jahre Mitgliedschaft blicken Gerhard Pokrandt (re.) und
Dieter Schulz (li.) zurück.
Sie erhielten aus den Händen vom Vorsitzenden Bach (mi.) das Wappen
des Angelvereins überreicht.

Vier Mitglieder bekamen für 40-jährige Mitgliedschaft den Zinnteller mit
dem Wappen des Vereins überreicht: Christian Dressen, Wolfgang Hille,
Paul Jürgens und Eduard Kremer. Für ihre 30-jährige Mitgliedschaft
wurden Joachim Claußen, Gerda Heesch, Heiko Lubitz, Jens Meier, Heinfried
Rodenborg und Jürgen Trede mit der goldenen Ehrennadel des Vereins
geehrt. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Ingrid Bach, Andreas Bohn,
Carsten Dethlefs, Wilfried Möscher, Inge Rothbart und Achim Schulz mit
der silbernen Nadel ausgezeichnet.

Für 16 Jahre Vorstandsarbeit wurde
Heiko Lubitz (2. v.li.) mit der goldenen Ehrennadel des Kreissportfischerverbandes
Dithmarschen, für 8 Jahre Vorstandsarbeit wurden Sven Borchers (mi.) und Thomas
Poremba (2. v.re.) mit der silbernen Ehrennadel des Kreissportfischerverbandes
Dithmarschen durch den Kreisvorsitzenden Horst Eichert (re.) geehrt.
Bach bedauert das bescheidene Interesse an den Monatsversammlungen. Um
diese künftig wieder interessanter zu machen, beschloss die Versammlung
den Mitgliedern Themenabende, wie z.B. Angeltechniken, oder auch Film- und
Bildvorträge anzubieten.
Auch
das Seniorenangeln erhofft sich der Verein durch zwei Änderungen
attraktiver zu machen: So ist die Altersgrenze für die Teilnahme von 55
Jahre auf 50 Jahre gesenkt worden und die Veranstaltung findet künftig
auf einem Samstag Nachmittag mit einem anschließenden gemütlichen
Grillen statt. Zum
Schluss gab Friedemann Bach bekannt, dass die traditionelle Moorbegehung
am Karfreitag, 13. April stattfindet. Die Freigabe der Fischwaid erfolgt
bereits am 1. April.
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