Charakteristik des Ostroher/Süderholmer Moores

Das
nordöstlich von Heide in einer beckenförmigen Ausprägung des Tals der oberen
Broklandsau zwischen Ostrohe und Süderholm gelegene Moor zieht sich ostwärts
über die Grenzen des ca. 283 ha großen Landschaftsschutzgebietes in Richtung
Bennewohld hinaus. Vermoorung durch Grundwasseranstieg und Verlandung von Seen
sind die Ursachen für die Ausbildung eines ausgedehnten Niedermoores.
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Erst durch den verstärkten Ankauf von Moorland, gekauft wurden diese Moorgrundstücke damals ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand und unter der Zurückstellung und Einschränkung von eigenen Bedürfnissen der Angler, konnte der Angelverein als Eigentümer für das Verschwinden der Müllkippen und die Wiederherstellung der Moorteiche sorgen. Auf diese Weise hat der Angelverein diese besonders wertvolle Landschaft gerettet und damals erste Schritte zu einem intensiven Umwelt- und Landschaftsschutz vollzogen. Man hatte anschließend angefangen, einen natürlichen Fischbestand von einheimischen Fischen, wie zum Beispiel Karpfen und Schleie und der Raubfische wie Zander, Hechte und Barsche, in das Moor zu bringen. Der natürliche Fischbestand ist im Ostroher/Süderholmer Moor sogar gesundheitsmäßig immer besser geworden. |
In Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft deutscher Wald und dem Jagdverein Ostrohe wurde 1971 bei der damaligen Landschaftspflegebehörde des Kreises Dithmarschen der Antrag gestellt, das Moor wegen seiner artenreichen Flora und Fauna unter Landschaftsschutz zu stellen.
Im
Jahre 1982 wurde aufgrund der langjährigen Bemühungen um das Moor,
dem
Angelverein „Früh auf“ Heide durch die zuständige untere
Landschaftspflegebehörde offiziell die Betreuung des Landschaftsschutzgebietes
zugesprochen. Damit sind wir der einzige
Angelverein mit einem Betreuungsauftrag für ein Landschaftsschutzgebiet in
Schleswig-Holstein.
1983 erhielt der Angelsportverein den 1. Preis für das schönste
Stillgewässer Westdeutschlands.
Eine
vielfältige Vogelwelt lebt im Ostroher/Süderholmer Moor. An ein Niedermoor
gebundene Brutvögel, wie Rohrsänger und Schwirl und Wasserralle, Bekassine
sind hervorzuheben. Es gibt aber noch zahlreiche andere Vogelarten die im
Ostroher/Süderholmer Moor vorkommen: Kiebitz, Schilfrohrsänger, Wiesenweihe,
Rohrweihe, Mäusebussard, Turmfalke, Graureiher, Blässhuhn, Haubentaucher,
Krickente, Reiherente, Weidenlaubsänger, Rohrammer und Weidenmeise.
Eine
Besonderheit unseres Moores ist die seltene Trauerseeschwalbe,
die durch unseren
Verein betreut wird.

(Die
Fotos der Trauerseeschwalbe wurden uns freundlicherweise vom
Naturfotografen
Reimer Stecher aus Nordhastedt zur Verfügung gestellt.)
Uns
ist es gelungen, die Trauerseeschwalbe durch das Aufstellen von Nisthilfen
wieder im Ostroher/Süderholmer Moor anzusiedeln. Neben diesen Nisthilfen brütet
sie mittlerweile auch auf schwimmenden Trieben oder Rhizomen auf der Gelben
Teichrose.
Auch
der mit dem Gewässer zusammenhängende Insektenreichtum hat etwas damit zu tun,
dass sich die Trauerseeschwalbe im Ostroher/Süderholmer Moor angesiedelt hat.
Diverse Amphibienarten, wie zum Beispiel der Moorfrosch findet man ebenfalls bei uns. Auch die ungiftige Ringelnatter hält sich in den dichtbewachsenen Uferbereichen auf.