Moorbegehung 25. März 2005

„Früh auf“ Angler und naturinteressierte Gäste 
pilgern durch das Süderholmer/Ostroher Moor

Zur guten Tradition gehört seit vielen Jahren die Moorbegehung des Sportangelvereins „Früh auf“ Heide durch das Landschaftsschutzgebiet Ostroher/Süderholmer Moor, in der der Verein die Öffentlichkeit und die Politiker über den Naturschutz und die Hobby-Angelei im Landschaftsschutzgebiet informiert.
Trotz regnerischem Wetter trafen sich über 50 naturinteressierte Gäste am frühen Morgen, darunter Landrat Dr. Jörn Klimant, Kommunalpolitiker der Stadt Heide und der Gemeinde Ostrohe sowie eine Abordnung der befreundeten Jägerschaft, im Süderholmer Moor. 

Die Naturfreunde erhielten beim vierstündigen Marsch vom „Früh auf“ Vorsitzenden Friedemann Bach (Bild oben Mitte) in seiner unnachahmlichen Art spannende Einblicke in die schöne Naherholungsregion, die jedem Naturfreund Erholungs- und Regenerationsmöglichkeiten in einer gesunder Umwelt bietet.
Bach betonte, dass der Sportangelverein für eine gesunde Flauna und Flora einstehe und dass der Verein nicht nur Nutzer, sondern zugleich auch Naturschützer, Heger und Pfleger des von ihm betreuten ca. 283 Hektar großen Landschaftsschutzgebietes Moor sei. Seit über sechs Jahrzehnten leistet der Verein intensiven Natur- und Umweltschutz.

Insgesamt leisten die „Früh auf“ Mitglieder jährlich weit über 2500 Arbeitsstunden, um die einzigartige Landschaft mitsamt den Stillgewässern und Böschungen von Unrat zu befreien, Wildwuchs zu durchforsten sowie Ufersicherungsmaßnahmen zu treffen. Dadurch werden die öffentlichen Kassen nicht belastet. „Letztes Jahr haben unsere Mitglieder über 1.000 Pfähle zur Ufersicherung eingerammt und mehrere Tonnen lose Faschinenverbände verarbeitet. Diese haben sich als idealer Unterschlupf , wie z.B. für Lurche, Fische und Ringelnattern, bewährt. Durch die jahrzehntelangen Bemühungen des Angelvereins ist das Ostroher/Süderholmer Moor von einer Müllkippe zu einem Naherholungsgebiet und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen geworden. In Eigenbeschränkung sind in dem über 85 Hektar Eigenland, davon rund 50 Hektar Wasserfläche, große Teile als Ruhezonen für das Wild ausgewiesen.  Bach erklärte, dass durch die Jugendgruppe, vor wenigen Tagen rechtzeitig zum Beginn der Brutzeit, ca. 45 Nistkästen für die verschiedensten Vogelarten an den Bäumen angebracht wurden. In seinen Grußworten lobte Landrat Dr. Klimant die unkomplizierte und harmonische Zusammenarbeit des Angelvereins mit der unteren Naturschutzbehörde. Auch der Kreisvorsitzende der Angler, Horst Eichert, lobte die vorbildliche Arbeit der Heider Angler. „Was hier für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes vom Angelverein „Früh auf“ Heide an Arbeitsleistungen Jahr für Jahr erbracht wird, übersteigt bei weitem das Ehrenamt. Solch eine Fläche findet man sonst nirgends in Norddeutschland. Es kann nur das Bestreben sein, dieses Gebiet als Naherholungsraum für die Gemeinden und für die Touristen in seiner jetzigen Form zu erhalten, so Eichert. 

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